Chancen kultureller Diversifizierung für Verbände

Es wird die These vertreten, dass viele Verbände unter latentem Mitgliederschwund leiden, weil sie der zunehmenden kulturellen Diversität in ihren Ländern zu wenig Rechnung tragen.

Vereine, Verbände und Hilfswerke beklagen ein abnehmendes Interesse an ehrenamtlichem Engagement und aktiver Mitgliedschaft. Als Ursache dafür werden häufig veränderte Werthaltungen als Folge einer umfassenden Individualisierung in der heutigen Gesellschaft genannt. In diesem Beitrag wird hingegen am Beispiel der Schweiz die These vertreten, dass die meisten Verbände der zunehmenden kulturellen Diversität noch nicht genügend Rechnung tragen und damit ein bestehendes Potenzial zur Mobilisierung von freiwilligem Engagement ungenutzt lassen. Voraussetzung dafür wäre aber die Bereitschaft, sich von einem Ethnozentrismus zu lösen, der gerade für weite Teile des Dritten Sektors traditionell kennzeichnend ist.

 

Markus Gmür


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