Strategische Planungsprozesse

Strategieentwicklung zwischen Systematik und Mitarbeitendenmobilisierung sowie Marktpositionen und Stakeholderinteressen.

Strategische Planung ist ein Prozess, in dem die Leitung einer Organisation mittel- und langfristige Ziele entwickelt, auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft und in konkrete Handlungsprogramme übersetzt. Dabei lassen sich vier Herangehensweisen zur Strategieentwicklung unterscheiden, die jeweils durch eine spezifische Fokussierung gekennzeichnet sind: Dieser Fokus kann auf die Systematik in der Planung, eine breite Mitarbeitendenbeteiligung und -mobilisierung, eine umfassende Bezugsgruppenabstimmung oder eine gezielte Marktpositionierung gelegt werden. In der Praxis überwiegen Mischformen, da die Organisationen immer gleich mehreren verschiedenen Anforderungen gerecht werden müssen. Eine Befragung von 54 sozialen Einrichtungen im Landesverband des Diakonischen Werks Niedersachsen zeigt, dass sich erfolgreiche Organisationen vor allem durch eine überdurchschnittliche Mitarbeitendenorientierung im Planungsprozess abheben. Die Ergebnisse führen aber auch zum Schluss, dass jede der vier Herangehensweisen einen eigenen Erfolgsbeitrag leistet und dass sie zusammen einen synergetischen Effekt haben.

Weiterführende Publikation:

Markus Gmür und Frank Neumann (2016): Strategische Planung und Steuerung in Nonprofit-Organisationen. Verbands-Management 42/1, S. 41-49.

Kontakt:

Prof. Dr. Markus Gmür

Direktor VMI & Lehrstuhlinhaber für NPO-Management


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