Rekrutierung von Migrant_innen für die Freiwilligenarbeit
Die Potenziale von Personen mit Migrationshintergrund werden von Schweizer NPO bislang noch wenig genutzt; auf Seiten der Organisationen sind Berührungsängste und mangelnde Erfahrungswerte festzustellen.
Die Einbindung von Migrant_innen in die Freiwilligenarbeit ist heute in vielen Nichtregierungsorganisationen (NGO) kaum Thema. Es besteht die Angst, dass deren Einbindung mit hohem Aufwand verbunden ist. Die vorliegende Untersuchung zeigt auf der Basis von Interviews mit Freiwilligenkoordinator_innen, dass hier viel Potential brach liegt. Mit gezielten und kostengünstigen Massnahmen auf organisatorischer Seite der NGO können sich interessierte Personen aus dieser Bevölkerungsschicht für die Freiwilligenarbeit einbinden lassen. Zukünftig ist zu analysieren, wie die verschiedenen hier vorgeschlagenen Massnahmen wirken. Ob Instrumente einzelner NGO - wie zum Beispiel Prospekte in einfacher und Bildsprache – Wirkung entfalten oder ob es die Zusammenarbeit zwischen den NGO beispielsweise über eine Plattform benötigt, um einen zufriedenstellenden Einbezug von Migrant_innen zu gewährleisten.
Céline Bertet, Nico van der Heiden und Kaisa Ruoranen