Nachfolgeplanung im strategischen Leitorgan

Der Beitrag beleuchtet bewährte Ansätze in der Ehrenamtsnachfolge, gibt praktische Empfehlungen und warnt vor typischen Fallstricken.

Eine vorausschauende Nachfolgeplanung ist essenziell für erfolgreiche Nonprofit-Organisationen. Regelmässige Erneuerung in Vorständen und Stiftungsräten gewährleistet, dass frische Ideen auf eine ausgewogene Mischung aus Erfahrung und Kompetenz treffen. Doch wie gelingt der Balanceakt zwischen Kontinuität und Wandel? Damit das Gremium wirkungsvoll ist, muss es vorausschauend, strukturiert und entlang einer langfristigen Vision und einem klaren Wertekompass handeln - mit dem Ziel, die richtigen Prioritäten für die Zukunft zu setzen. Dafür braucht es qualifizierte Mitglieder mit Fach- und Sozialkompetenz, die idealerweise auch die Struktur der Mitglieder oder Stakeholder widerspiegeln. Ein grundlegendes Engagement und eine gewisse Leidenschaft für die Sache gelten als Voraussetzung. Das Gremium sollte möglichst pluralistisch und mit unabhängigen Vertreterinnen und Vertretern besetzt sein. Die Nachfolge sollte anhand klar definierter Anforderungsprofile und in einem transparenten Auswahlverfahren erfolgen. Ausscheidende Mitglieder sollten dabei keinen Einfluss mehr auf die Nachfolge nehmen. Im Sinne einer nachhaltigen Personalpolitik ist das Einsetzen eines ständigen Nominations- oder Nachfolgeausschusses innerhalb der NPO empfehlenswert.

 

Oliver Berger


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