Mesurons l’impact – et faisons confiance!

Das Bemühen von NPO um Transparenz durch Wirkungsberichte zielt auf Vertrauensbildung, sendet aber unterschwellig Misstrauenssignale aus, wenn die Wirkungsberichterstattung nicht erwartungsgerecht ausgestellt ist.

Die Tendenz hin zu verstärkter Wirkungsmessung hat mehrere Ursachen, die insbesondere mit dem veränderten Umfeld von NPO zusammenhängen. Dazu gehören ein veränderter Kontext durch modernes Management sowie ein gestiegenes Bedürfnis nach Transparenz und Effizienz. Aber auch die veränderte Motivation der Freiwilligen, die den Impact ihrer Arbeit nachvollziehen wollen, gehört zu den Gründen. Der Wandel hin zu mehr Wirkungsmessung ist ferner geprägt von einem Wandel von Vertrauen zu Misstrauen – oder von Naivität zu Realismus, je nach Betrachtungsweise. Dieser Wandel hat gute und schlechte Seiten: es gilt, Wirkungen nachzuweisen und so Vertrauen herzustellen, ohne dabei in Bürokratie zu versinken. Eine gesunde Balance zwischen Kontrolle und konstruktivem Vertrauen sollte angestrebt werden. Der Wunsch nach vermehrter Wirkungsmessung in NPO ist verständlich. Eine der Situation angemessene Wirkungserhebung ist unerlässlich, um sich bestmöglich für das Wohl der Zielgruppen einzusetzen. Es gilt jedoch, die Fallstricke einer zu quantitativen und zu kurzfristigen Wirkungsmessung zu vermeiden. Ein gesundes Vertrauen, das sowohl von Realismus als auch einem Dienstleistungscharakter geprägt ist, soll in der Zusammenarbeit verschiedener Akteure der NPO-Welt gelebt werden.

 

Michaël Gonin


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