Leisten Sie noch oder wirken Sie schon?
Die Wirkungsmessung ist inzwischen zu einem der wichtigsten Mittel von NPO zur Sicherung ihrer Legitimität bei staatlichen und privaten Nutzern geworden. Es gilt aber auch die Risiken einer Überbetonung zu beachten.
Nonprofit-Organisationen verfolgen Sachziele. Mit deren Erreichung soll ihr Zweck erfüllt, ihre Daseinsberechtigung legitimiert werden. Doch wie können NPO nachweisen, dass ihnen das gelingt, oder eben nicht? Antworten bietet Wirkungsmessung mit klar nachvollziehbaren Schritten. Heute stehen hierfür erprobte Ansätze und Instrumente zur Verfügung. Wirkungsmessung ist für NPO ein wertvolles Instrument, um den gesellschaftlichen Nutzen ihrer Arbeit sichtbar zu machen und gezielt weiterzuentwickeln. Sie sollte jedoch stets mit einer fundierten Ausgangsanalyse beginnen und Wirkung in ihrer ganzen Bandbreite – einschliesslich der Abwendung negativer Entwicklungen – erfassen. Gleichzeitig gilt es, Risiken wie die Überbetonung der Messbarkeit, Bürokratisierung und Datenfriedhöfe bewusst zu vermeiden, damit die Messung nicht zum Selbstzweck wird. Entscheidend ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nutzen und Aufwand: Wirkungsmessung muss die inhaltliche Arbeit unterstützen und darf diese nicht behindern.
Thomas Zurkinden