Laufende Projekte

Member Value in NPO (Peter Suter und Nathaly Schumacher)
Social Innovation & Social Entrepreneurship (Philipp Erpf)
Strukturen im Stiftungssektor (Remo Aeschbacher/Martin Blickenstorfer)
Die Entschädigung von Führungskräften im Dritten Sektor (Jens Jacobi)
Management Excellence im Verbands- und Vereinsmanagement (Markus Gmür)
Erfolgsmessung und Erfolgssteuerung im NPO-Management (Markus Gmür)

 

 

Member Value in NPO


Viele NPO finden sich heute in einem zunehmend kompetitiven Umfeld wieder. Die (Re-) Fokussierung auf das Mitglied stellt in diesem Kontext nicht nur eine erfolgsversprechende Strategie dar, sondern entspricht auch dem grundlegenden Sinn und Zweck einer NPO. Die konsequente Ausrichtung auf die Mitglieder bedarf einer antizipativen Strategie in der Eruierung ihrer Bedürfnisse. Die Member Value Studie untersucht genau diese organisationsspezifischen Bedürfnisse der Mitglieder und liefert damit zentrale Erkenntnisse zur mitgliederorientierten Positionierung sowie zum entsprechenden Entwicklungspotenzial der Leistungen und der Organisationsstruktur.

Konzeptionell basiert der Member Value Ansatz auf der Analyse des Nutzens, der für das Mitglied aufgrund der Mitgliedschaft und Partizipation entsteht. Sehr oft wird dieser Nutzen mit einem finanziellen Mehrwert und/oder manifesten Dienstleistungen ausgewiesen. Dabei vermitteln mitgliederbasierte Organisationen eine ganze Reihe weiterer Nutzen, die oftmals auf den ersten Blick nicht bewusst wahrgenommen werden.

Der Member Value Ansatz ist ein bedürfnisbasiertes Analyseinstrument, um in erster Linie diese nicht manifesten Elemente des Mitgliedernutzens zu identifizieren. Es wird erforscht, welche Präferenzen die Mitglieder gegenüber der Organisation haben und inwieweit die Organisation in der Lage ist, diese Präferenzen zu befriedigen. Dadurch können Defizite wie auch potenzielle, bislang zu wenig stark "vermarktete" Stärken eruiert werden.

Eine erste Member Value Studie mit Mobility Carsharing ist bereits abgeschlossen und publiziert. Zurzeit laufen gleich drei Member Value Forschungsprojekte mit unterschiedlichen NPO, dem Graubündnerischen Baumeisterverband (GBV), Wohnbaugenossenschaften Schweiz (WBG) und den Berner Wanderwegen (BWW).

Peter Suter und Nathaly Schumacher


Sind Sie interessiert an den Resultaten oder an der Durchführung einer Member Value Studie in Ihrer eigenen Organisation?
 Für weitere Auskünfte kontaktieren Sie peter.suter[at]vmi.ch oder nathaly.schumacher[at]vmi.ch.

nach oben

 

 

 

Social Innovation & Social Entrepreneurship


Der Begriff Social Entrepreneurship (soziales Unternehmertum) erfreut sich in der Öffentlichkeit, der Politik sowie den Medien zunehmender Beliebtheit. Die Rezeption ist dabei zweischneidig, denn Faszination sowie Kritik geben sich die Hand. Während die einen neuartige Plattformen für Philanthropie erkennen und die Kombination von sozialer Verantwortung und Profitabilität loben, kritisieren andere, dass Social Entrepreneurship Profitstreben legitimiert und der Begriff einen Deckmantel für hohe monetäre Vergütung und extrinsische Anreizsysteme darstellt.

Die Wissenschaft beteiligt sich nicht an dieser Diskussion. Ihr geht es vor allem darum, den Begriff zu verstehen, sprich zu definieren und dann im besten Fall messbar zu machen. An diesem Punkt setzt das Dissertationsprojekt an. Nach einer Literaturrecherche wurden Dimensionen entwickelt, die zur Einordnung der verschiedenen Formen von Social Entrepreneurship dienen. Diese Dimensionen werden anschliessend an einer Stichprobe von Sozialunternehmen aus der Datenbank von seif (Social Entrepreneurship Initiative & Foundation) geprüft. Dies soll eine Clusterung der Sozialunternehmen sowie Aussagen zur „Branche“ ermöglichen.

Der Innovationscharakter stellte eine dieser Dimensionen dar. Dieser Aspekt wird speziell beleuchtet und rückt als zweites Kernstück des Dissertationsprojekts in den Fokus. So geht man der Fragestellung nach, was eine soziale Innovation ist und will dabei mit einem wertneutralen und entpolitisierten Begriffsverständnis zur Theoriebildung beitragen.

Philipp Erpf

Weitere Informationen: philipp.erpf[at]vmi.ch

nach oben

 

 

 

Strukturen im Stiftungssektor


Europa erlebt in den letzten Jahren einen regelrechten Stiftungsboom. Politische Stabilität, Demokratisierungsprozesse in zuvor autokratisch regierten Ländern sowie wirtschaftliches Wachstum und hoher sozialer Wohlstand haben diese Entwicklung des europäischen Stiftungssektors möglich gemacht. Dennoch bestehen zwischen den Ländern nach wie vor grosse Unterschiede bezüglich der Verbreitung von gemeinnützigen Stiftungen. Die Schweiz zeichnet sich im europäischen Vergleich durch einen ausserordentlich grossen Stiftungssektor aus.

In diesem Projekt wird in Zusammenarbeit mit StiftungSchweiz untersucht, wie sich der Sektor der gemeinnützig fördernden Stiftungen thematisch gliedern lassen und welche Unterschiede sich dabei in der zeitlichen Entwicklung und im Vergleich der Sprachregionen zeigen.

Remo Aeschbacher/Martin Blickenstorfer

Weitere Informationen: remo.aeschbacher[at]vmi.ch

nach oben

 

 

 

Die Entschädigung von Führungskräften im Dritten Sektor 


Die Charakteristika von Nonprofit-Organisationen und die Vielfalt des Dritten Sektors bringen besondere Herausforderungen für das Personalmanagement in diesem Umfeld mit sich. Die an die Führungskräfte gezahlten Löhne und die zur Bestimmung der Entschädigung verwendeten Gehaltssysteme sind dabei wichtige Komponenten, die von jeder NPO beachtet und sorgfältig gemanagt werden sollten.

In Organisationen der Privatwirtschaft und bei staatlichen Organisationen haben Studien gezeigt, dass die Höhe der gezahlten Entschädigung und die verwendeten Gehaltssysteme für Führungskräfte einen Einfluss auf deren Motivation, Entscheidungsfindungsprozesse und Verhalten haben. Die Höhe des Gehaltes, mögliche weitere Zusatzleistungen sowie die verwendeten Kriterien zur Beurteilung der Leistung von Führungskräften können einen Einfluss darauf haben, ob eine Organisation auf dem Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird.

Trotz der Wichtigkeit des Themas fand es bisher in der empirischen NPO-Forschung eine vergleichsweise geringe Bedeutung. Ziel der Arbeit ist es daher, nach einer umfassenden theoretischen Analyse des Themas die daraus gewonnenen Erkenntnisse empirisch zu überprüfen und dadurch NPO konkrete Empfehlungen zur Gestaltung ihrer Gehaltssysteme geben zu können.

Jens Jacobi

nach oben